Blue Flower

Es ist gut, dass es verschiedene Techniken und Firmen im Bereich der Trinkwasseraufbereitung gibt. Das ist auch notwendig, da es unterschiedliche Bedürfnisse und die Erfordernisse aufgrund der Schadstoffbelastungen verlangen.

Eins vorab, ich bin kein Gegner von basischem Aktivwasser. Als Therapie kann das durchaus unterstützend sein (es gibt aber auch andere gute Möglichkeiten auf dem Markt). Nur mag es gar nicht, wenn Falschaussagen getroffen werden und die Unkenntnis der Kunden ausgenutzt wird.

Wir haben aufgrund einer aktuellen Begegnung (gestern) mal gemessen, was tatsächlich an dem niedrigem Redoxwert dran ist. Propagiert wird das System eines namhaften Anbieters mit -300 mV Redoxwert und 8,5 im pH-Wert. Das wäre auch ein echt guter Wert.

Tatsächlich wurde leider nur folgendes erreicht: pH-Wert sogar 8,78 aber Redoxwert nur +185,0 mV (je niedriger, desto besser)!  Dieser Wert ist wie Leitungswasser. Leider fanden wir auch 10 mg/L Nitrat und 50 µg/L Schwermetalle (trotz Aktivkohlefilter im System). Der Härtegrad lag bei 14 °dH und der Leitwert bei 534 µS. Das alles bei einer Wassertemperatur von 26,1 °C.

Im Vergleich dazu liegt PLOSE aktuell bei pH 7,1 und Redoxwert +220,0 mV. Der Leitwert liegt bei 37 µS, Kalk und Nitrat sind zu vernachlässigen. Alles in allem ein gutes und im Vergleich günstiges Wasser.

Wir haben im Vergleich auch mal unser belaAQUA aus der Evolution minerale im Büro getestet: Aktuell mit +143,3 mV deutlich niedriger als das basische Aktivwasser und im pH-Wert aktuell bei 8,9 (dieser schwankt jedoch je nach Abnahmemenge und Eingangswert des Leitungswassers, womit keine Gewöhnung an einen dauerhaft hohen pH-Wert passieren kann). Schwermetalle, Kalk und Nitrat sind mit gleichen Methoden nicht messbar. Mikrobiologisch ist es einwandfrei, da 2 Stück log6 Keimsperren integriert sind. Der Leitwert liegt der Vollständigkeit halber nach der Mineralisierung bei 35 µS. Fazit: Vergleichbar oder sogar besser als ein gutes Quellwasser - nur langfristig wesentlich günstiger.

 

Tolle Prospekte sind zwar schön, Fakten aber besser! Lassen Sie sich also nicht täuschen von Werbeaussagen, sondern lassen Sie es sich beweisen. Eine lustige Aussage des Vertreters vom o.g. basischen Aktivwasser: "Ich vertraue unseren Prospekten und den Studien, da muss ich nix nachmessen oder beweisen." Besser wäre es schon! Denn Halbwissen ist oft schlechter, als gar keins.

 

Zur Vollständigkeit halber: Gemessen haben wir die pH-Werte mit Labormethoden, pH-Meter von Metrohm und AQUAtrode Platin, kalibriert in gepufferter Lösung pH 4 - 9 - 7 und die Redoxwerte mit dem HQ30d und der MTC301 Elektrode IntelliCAL ORP-Redox von HACH, kalibriert in der ZoBell´s Lösung.

Meine persönliche Meinung: Das Wasser schmeckte total nach Plastik, eine Kollegin meinte sogar metallisch. Es mag zwar einen hohen pH-Wert haben, der Redoxwert ist nicht der Rede wert und ob das Wasser nach dem Elektrolyseverfahren (im Gerät) noch bioenergetisch wertvoll (sprich natürlich) ist, das sei mal dahingestellt. Es gibt definitiv bessere Techniken auf dem Markt.

 

Die Anbieter von Aktivkohlefiltern und Ultrafiltrationen sind im ständigen Streit mit den Anbietern von Umkehrosmoseanlagen. Warum?

Streitpunkt sind meist die Mineralstoffe im Wasser. Die eine Fraktion (Aktivkohle-, Ultrafiltration) meint, diese sind wichtig und müssen drin bleiben! In der Menge sind sie aber viel zu gering, um ernährungsphysiologische Effekte zu erzielen und die Aufnahme ist in dieser isolierten Form zu gering. Besser sind immer Mineralstoffe in chelatierter Form, also in der Nahrung oder guten Nahrungsergänzungen. Verschwiegen wird von diesen Anbietern dann meist, dass bei solchen Systemen neben den Mineralstoffen auch andere Stoffe nicht herausgefiltert werden können: Nitrat, Nitrit, Ammoniak, Aluminium, Nanopartikel und auch nicht alle Chemikalien, Schwermetalle, Hormone, etc. Ausserdem bemängelt die Verbraucherzentrale in München, dass die Schadstoffe wieder durchbrechen, da diese Filter ausbluten und die Verkeimung ein enormes Problem darstellt. Artikel Verbraucherschutz

Die andere Fraktion (Umkehrosmoseanlagen) beruft sich auf die sichere Reinigung des Wasser vor allen Schadstoffen! Theoretisch fast möglich, praktisch jedoch selten erreicht, da viele Faktoren (Wasserdruck, Wassermenge, etc.) gar nicht berücksichtigt werden. Somit sind auch diese Systeme mit Lücken bzw. Nachteilen verbunden:

1. Risiko Verkeimung: Jede Umkehrosmoseanlage stellt ein Keimproblem dar, da das Wasser langsam gefiltert wird. Wenn keine zusätzlichen log6-Keimsperren eingebaut werden, haben Sie automatisch die Verkeimung in der RO-Membrane, im Tank und in den Schläuchen! Die fortschrittlichsten Systeme haben bereits eingangsseitig eine Keimsperre und zusätzlich eine Rückverkeimungssperre.

2. Abwasserverbrauch: Viele Systeme werden mit 1:1 oder 1:2 angegeben, um den Verbraucher zu beruhigen. Beim tatsächlichen Nachmessen werden dann oft Werte von 1:5 bis 1:20 erreicht!!! Der Vorteil für die Verkäufer: Der Kunde merkt es wenn überhaupt erst 1 Jahr später bei der Abwasserrechnung. Der Nachteil für den Kunden: Er merkt es oft gar nicht und zahlt brav jedes Jahr 100 bis 600 EUR zusätzlich Wassergeld, weil er ein vermeindliches "Schnäppchen" machen wollte. Pech gehabt! Wer billig und unwissen kauft, kauft teuer! Nur hochmoderne Systeme mit geregelter Drucksteuerung und effizienter Abstimmung erreichen tatsächliche Werte von 1:2 und weniger. Bei seriösen Anbietern sind diese Werte in den Unterlagen (Prospekte, Bedienungsanleitung) mit eingedruckt.

3. Leeres, totes, saures, entmineralisiertes Wasser: Eine Reinigung alleine (Umkehrosmose) macht noch lange kein gesundes Wasser! Dazu gehört auch eine vernünftige Aufbereitung hinsichtlich Mineralisierung (wie z.b. PLOSE Mineralwasser), pH-Wert Anhebung, Redoxpotentialabsenkung, Levitation (Verwirbelung) und bioenergetischer Aktivierung. Erst damit erreichen Sie eine quellwasserähnliche Struktur und einen guten Geschmack des Wassers. Denn Wasser schmeckt nicht gleich! Auch da erreichen Umkehrosmoseanlagen meist nur einen mangelhaften Geschmack (leicht bitter bis metallisch). Aber vorsicht, da wird viel Hokuspokus angeboten, was auf dem Prospekt gut klingt und nichts erreicht. Es prüft ja kaum einer nach ...

Deshalb am Besten vorher das Wasser testen, die Technik zeigen lassen, das Wasser probieren und einen Nachtest (auch auf Schwermetalle) verlangen.

Aus diesen Gründen warnen die Verbraucherschützer vor solchen mangelhaften Systemen. Lassen Sie sich gut beraten, erst die Erfahrung und die Kombinaton bewährter Techniken und nachprüfbarer Parameter machen eine langfristig begeisternde Lösung aus.

Fordern Sie hier Ihre Beratung an:

 

Einige Hersteller werben mit Edelstahl in Ihren Anlagen, da dieser angeblich keine Schwermetalle abgeben kann. Da Reinwasser (z.B. aus Direktflow Anlagen) extrem lösende Eigenschaften hat, stellen wir diese Werbeaussage (Die Veredelungseinheit ist in V4A-Edelstahl hergestellt, d. h. keine Schwermetalle, die an das Wasser abgegeben werden.) wie folgt in Frage:

Beschreibung V4A:

Nichtrostender („rostfreier“) Stahl zeichnet sich durch einen Anteil von mehr als 10,5 Prozent Chrom[4] aus, der im austenitischen oder ferritischen Mischkristall gelöst sein muss. Durch diesen hohen Chromanteil bildet sich eine schützende und dichte Passivschicht aus Chromoxid an der Werkstoffoberfläche aus. Diese Passivschicht kann nach Spezialbehandlung gleichzeitig zur Färbung der Stahloberfläche eingesetzt werden.[5] Weitere Legierungsbestandteile wie Nickel, Molybdän, Mangan und Niob führen zu einer noch besseren Korrosionsbeständigkeit oder günstigeren mechanischen Eigenschaften. Da Chrom als Legierungselement preisgünstiger ist als Nickel, wird ein höherer Chromanteil bei kleinerem Nickelanteil (gleiche Korrosionsbeständigkeit vorausgesetzt) bevorzugt.

V4A (ähnlich V2A, jedoch zusätzlich mit 2 % Molybdän (Mo) legiert, was diesen Stahl widerstandsfähiger gegen Korrosion durch chloridhaltige Medien macht – Salzwasser, Schwimmbäder, chemische Industrie etc.) Die allgemeine Bezeichnung für V4A ist 1.4401 (X5CrNiMo17-12-2)

Begründet auf Tierexperimenten ist Molybdän und seine Verbindungen in hohem Grade giftig. Beweise dafür fanden sich in Berichten über chronische Leberfunktionsstörungen von Arbeitern, die in einem sowjetischen Mo-Cu Betrieb Molybdänverbindungen ausgesetzt waren. Auch in Armenien zeigten sich ähnliche Anzeichen dieser Krankheit unter Fabrikarbeitern und Einwohnern, die in der Nähe von molybdänabbauenden Fabriken wohnten. Gemeinsame Symptome waren Knienschmerzen, Schmerzen in Händen und Füßen, Gelenkmißbildungen und Ödeme.

Nickel kommt in der Natur nur in sehr geringen Konzentrationen vor. Der Mensch setzt dieses Metall vielseitig ein- hauptsächlich als Bestandteil in Stahl und anderen Metallprodukten, wie beispielsweise Schmuckstücken.
Nahrungsmittel enthalten gewöhnlich nur wenig Nickel, außer Schokolade und Fette, welche oft ernstzunehmend hohe Konzentrationen beinhalten. Auch der Verzehr von Gemüse, welches auf kontaminierten Böden wächst, kann gefährlich sein, da Nickel in Pflanzen akkumuliert wird. Das Rauchen führt dem Körper ebenfalls erhöhte Nickelmengen zu. Des Weiteren kommt Nickel in Waschmitteln vor. Auch der Hautkontakt mit nickelverseuchtem Wasser und Boden kann gefährlich sein.
In kleinen Mengen ist Nickel nicht nur ungefährlich sondern sogar sehr wichtig für den Körper. Doch wenn die aufgenommenen Konzentrationen zu hoch werden können folgende Symptome auftreten:

- Erhöhtes Risiko, an Lungen-, Nasen-, Kehlkopf- und Prostatakrebs zu erkranken
- Übelkeit und Schwindelgefühl nach dem Aufenthalt in einer nickelgashältigen Umgebung
- Lungenembolie
- Erkrankungen der Atemwege
- Missgeburten
- Asthma und chronische Bronchitis
- Allergische Reaktionen, wie z. B. Hautauschläge durch nickelhältigen Schmuck
- Herzfehlfunktionen

Chrom kann über die Atemwege, Nahrung und Trinkwasser sowie über Hautkontakt aufgenommen werden. Der Chromgehalt der Luft und des Wassers ist im Allgemeinen gering. Auch die Konzentrationen im Trinkwasser sind gewöhnlich niedrig, doch kann kontaminiertes Brunnenwasser das gefährliche Chrom(VI), ein sechswertiges Chrom, enthalten. Über die Nahrung nehmen wir meist Chrom(III) auf, welches natürlicherweise in Gemüse, Früchten, Fleisch, Hefe und Getreide vorkommt. Einige Arten der Speisenzubereitung und -lagerung können den Chromgehalt in der Nahrung ändern. So steigt beispielsweise die Chromkonzentration in der Nahrung an, wenn diese in Metalldosen abgefüllt wird.
Chrom ist ein essentieller Nährstoff für den Menschen und Mangel daran kann Herzkrankheiten, Stoffwechselstörungen und Diabetes verursachen. Jedoch auch ein Zuviel an Chrom ist nicht gesund, Hautausschläge können entstehen.
Das Chrom(VI) stellt eine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar- besonders für Leute, die in der Stahl- und der Textilindustrie arbeiten und dieser Chemikalie dadurch ausgesetzt sind. Auch Raucher nehmen höhere Chromkonzentrationen auf.
Wenn Chrom(VI) in Lederprodukten vorkommt kann es allergische Reaktionen wie Hautausschläge verursachen. Das Einatmen führt oft zu Nasenbluten und Reizungen der Nase.

Weitere gesundheitliche Effekte von Chrom(VI) sind:

- Magenverstimmungen und Geschwüre
- Erkrankungen der Atemwege
- Schwächung des Immunsystems
- Schäden an Leber und Nieren
- Veränderung des genetischen Materials
- Lungenkrebs
- Tod


Mangan ist eine sehr häufige Substanz, die nahezu überall vorkommt. Es ist eines von den drei essentiellen Spurenelementen, die in hohen Konzentrationen giftig wirken. Wenn der Mensch täglich zu wenig Mangan aufnimmt, verschlechtert sich sein Gesundheitszustand, wenn die tägliche Aufnahme jedoch zu hoch ist treten auch gesundheitliche Probleme auf.
Der Mensch nimmt Mangan über Lebensmittel auf- wie etwa Spinat, Tee und Kräuter. Jene Nahrungsmittel, welche die höchsten Mangankonzentrationen enthalten, sind Getreide und Reis, Sojabohnen, Eier, Nüsse, Olivenöl, Prinzessbohnen und Austern. Das aufgenommene Mangan wird über das Blut zur Leber, den Nieren, zur Bauchspeicheldrüse und zu den endokrinen Drüsen transportiert.
Eine übermäßige Aufnahme von Mangan wirkt sich vor allem auf die Atemwege und das Gehirn negativ aus. Symptome einer Manganvergiftung sind Halluzinationen, Vergesslichkeit und Nervenschäden, aber auch Parkinson, Lungenembolie und Bronchitis können entstehen. Bei Männern kann eine übermäßige Manganaufnahme zu Impotenz führen. Typische Symptome sind außerdem Schizophrenie, Dummheit, Muskelschwäche, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit.

Ein Mangel an Mangan äußert sich in folgenden Symptomen:

- Fettleibigkeit
- Unverträglichkeit von Glukose
- Blutgerinnsel
- Hautprobleme
- Erhöhter Cholesterinspiegel
- Skelettfehlbildungen
- Missgeburten
- Veränderungen der Haarfarbe
- Auswirkungen auf das Nervensystem


Wenn Nobium (Niob)  inhaliert wird akkumuliert es hauptsächlich in den Lungen und auch in den Knochen. Es beeinträchtigt die Funktion von Kalzium als Aktivator in Enzymsystemen. Bei Versuchstieren in Laboren führte eine Inhalation von Nobiumnitrid und/oder der Pentoxide mit Konzentrationen von 40 mg/m 3 zur
Narbenbildung der Lungen.

 

Update 13.10.2014

Nachprüfungen bei einem solchen System (V4A Edelstahl/Chirurgenstahl) für knapp 3.000 EUR haben ergeben, dass von 50 mg/L Nitrat nach dieser Anlage immer noch 10 mg/L im Wasser waren, von 1000 µg/L Schwermetallen immer noch ca. 100 µg/L nachweisbar und der pH-Wert nur bei ca. 6 lag. Viele Versprechungen und viel Geld für ein mangelhaftes Ergebnis. Edelstahl alleine macht ein gutes System nicht aus. Es bedarf da etwas mehr Know-How und Erfahrungen auf diesem Gebiet. Nachgemessen hat natürlich keiner der Vertreter (kann ich verstehen bei diesem Ergebnis), lag bei dem Preis wohl nicht drin.

 

 

Manche Wasseranlagenverkäufer tricksen mit dem pH-Wert herum!

Die korrekte pH-Wert Ermittlung ist für viele Verbraucher und Therapeuten eine Herausforderung. Es gibt Teststreifen, Lackmusstreifen, digitale Testgeräte, Indikatorlösungen und Labormessgeräte.

Oft wird Kunden mit Osmoseanlagen oder Membranfiltrationen von Anbietern mit einfachen Aktivkohlefiltern bzw. überteuerten Ultrafiltrationsanlagen ein Schreck mit dem pH-Wert eingejagt. Das ist genauso unseriös wie der Trick mit der Elektrolyse!

Da wird eine Indikatorlösung bzw. en Teststreifen in das reine Wasser gehalten und dem Kunden Panik gemacht, er trinke saures Wasser! Meist völliger Quatsch. Das Wasser aus billigen Umkehrosmoseanlagen kann zwar sauer (pH-Wert 5 - 6) sein, aber auch das lässt sich nicht mit diesen einfachen Messungen ermitteln.

Hochwertige Mehrfachmembransysteme erreichen sogar stabile pH-Werte von 7,5 bis 8. Lassen Sie sich also nicht von solchen unseriösen Hausierern aufs Glatteis führen. Seriöse Firmen haben spezielle Messgeräte und können die pH-Werte und Redoxwerte korrekt ermitteln.

 

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Wenn Sie Ihr Wasser bzw. Wasser aus einer Filteranlage (Umkehrosmose, Ultrafiltration, PI-Anlage, etc.) korrekt prüfen lassen möchten, so können Sie dies hier in Auftrag geben. Unsere Messgeräte sind von der METROHM AG mit speziellen für Reinwasser hergestellten Messelektroden.

 

Test anfordern:

Eine Kundenanfrage:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich habe einen Flyer ausgestellt von Ihnen im "Wochenend Bioladen XXXXXX" erhalten.

 

Leider sind bei mir Fragen aufgekommen und ich bitte Sie um Ihre Hilfe. D.h. ich bitte um präzise Antworten, denn nach dem ich mir den Flyer durchgelesen hatte und

 

im Internet auf anderen Seiten mich über die Umkehr-Osmose Filterung informiert habe, sind folgende Nachteile der Nano-Filterung von Wasser auf unten genannter Quelle aufgekommen.

 

  •   Zur Herstellung des Lebensmittels Trinkwasser sind Umkehrosmose Filtersysteme nicht geeignet.
  •       Das erzeugte Wasser ist demineralisiert, was bei dauerhaftem Genuss zu Mangelerscheinung und Krankheit führen kann.
  •       pH-Wert liegt bei ca. 5,5
  •       Das Wasser des Umkehrosmose Filtersystem trägt zur Übersäuerung des menschlichen Organismus bei.
  •       Hohes Verkeimungspotential (u. a. retrograde Verkeimung des Filters).
  •       Umkehrosmose – sehr hohe Wasserverschwendung.
  •       Sehr hohe Wartungs- und Folgekosten.
  •       Entfernt Nitrat nicht vollständig.
  •       Bei nachgeschalteter UV-Desinfektion – mögliche Nitrit-Bildung, durch Reduktion von Nitrat.

 

Stimmt das?

 

Ist das richtig?

 

Einige Punkte sind dahergeholt somit kann ich schwer den Punkt mit dem ph-Wert Glauben schenken.

 

Diesen würde ich aber gern genau verstehen.

Bitte um Ihre Hilfe.

 

Unsere Antwort:

 

Sehr geehrter Herr XXX,

vielen DANK FÜR Ihren Hinweis und Ihre Anfragen.

 

Woher die Behauptung kommt, Umkehrosmose Filtersysteme sind nicht zur Herstellung von Trinkwasser geeignet können wir nicht nachvollziehen. So wird selbst HUMANA Babywasser auf solche Art in Deutschland hergestellt https://www.humana.de/de/produkte/detailansicht/babywasser/ . Auch in Singapore wird so Trinkwasser hergestellt http://www.baufachinformation.de/zeitschrift/2007019010008 und selbst bei Quarks & Co. wird davon berichtet https://www.youtube.com/watch?v=lUw3ptCs8qo . Vermutlich wird dies von einigen artverwandten Mitbewerbern so dargestellt, um eigene Produkte anzupreisen.

 

Warum sollte entmineralisiertes Trinkwasser Mangelerscheinungen führen? Selbst destilliertes Wasser ist nicht zwangsläufig schädlich http://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/Ist-destilliertes-Wasser-schaedlich-article1041876.html Durch eine Remineralisierung kann das Wasser jedoch wieder auf Werte wie z.B. PLOSE Mineralwasser gebracht werden.

Bei einfachen und billigen Umkehrosmoseanlagen kann das Wasser einen pH-Wert von 5 – 6 haben. Bei hochwertigen Systemen mit funktionierender Remineralisierung liegt der pH-Wert innerhalb der Trinkwasserverordnung im neutralen Bereich. Meist wird dieser jedoch falsch gemessen. Bitte lesen Sie dazu bitte unseren Artikel über genaue pH-Wert Ermittlungen.

 

Warum sollte ein mit hochwertiger Umkehrosmose gereinigtes und anschließend remineralisiertes und pH-Wert optimiertes Wasser zur Übersäuerung führen? Meist ist dafür Mineralwasser verantwortlich, da dies nur pH-Werte von 4,6 – 6 aufweist. (Quelle Stiftung Warentest)

 

Durch den Einsatz von 2 Keimsperren (log6) eingangsseitig und direkt vor dem Wasserhahn ist sowohl eine eingangsseitige als auch eine retrograde Verkeimung bei hochwertigen Systemen ausgeschlossen.

 

Bei einfachen und billigen Umkehrosmoseanlagen haben Sie einen erhöhten Abwasserverbrauch von 1:6 bis über 1:20. Die hochwertigen Systemen mit selbstregulierender Pumpensteuerung inkl. Membranspülung nur einen Verbrauch von 1:1,6 bis 1:2,2 Das sind bei 10 Liter Reinwasser pro Tag im Jahr gerade mal 40-45 EUR Abwasserkosten bei 3650 Liter Reinwasser (5 EUR/m³ Wasser). Dies steht wohl in einem normalen Verhältnis. Vermutlich benötigen die meisten Haushalte für die Toilettenspülung deutlich mehr Wasser.

 

Unter der Berücksichtigung, dass ein hochwertiger Aktivkohleblockfilter (nur Filterkerze) am Markt für 6 Monate zwischen 60 – 90 EUR kostet, sind Preise für 6 gekapselte Quick-Filter (5µm Sediment, Carbonblock, Keimsperre, GAC Geschmacksfilter, GAC-Alkaline, Keimsperre) mit 12 Monaten Nutzungsdauer für zusammen 170 EUR brutto durchaus angemessen bzw. sogar sehr günstig.

 

Hochwertige Anlagen arbeiten mit optimalem Arbeitsdruck von 8-9 bar auf der Membran und können Nitrat zu 97-99% entfernen. Aktivkohlefilter und Ultrafiltrationsanlagen können dies leider nicht. Ionentauscher nur zeitlich begrenzt und stellen zudem noch ein Verkeimungsrisiko dar.

 

Eine nachgeschaltete UV-Desinfektion ist nur bei einfachen Anlagen ohne eingangsseitige Keimsperre nötig und können in der Tat ein Nitrit bildendes Risiko darstellen.

 

Sie sehen also, die meisten der Punkte sind durchaus begründet, treffen jedoch für hochwertige auf einander abgestimmte Systeme nicht zu.

 

Wir hoffen, Ihren Fragen mit den entsprechenden Antworten eine bessere Klarheit verschafft zu haben.

 

Ihre genannte Quelle ist ein Vermarkter eines Filtersystems aus Berlin. Einem Gerät mit mehreren Filterkartuschen, u.a. auf Aktivkohlebasis (nur Granulat, kein Block) mit Ionentauschern und einem 0,2µm Bakterienfilter. Noroviren sind jedoch kleiner, weshalb die wir log6 Sperren als Keimsperren mit 0,01µm Porengröße empfehlen. Die Regeneration ist umständlich und wird meist nicht regelmäßig durchgeführt. Zudem weiß keiner genau, wann der Granulat-Aktivkohlefilter gesättigt ist (nach 30% ist die Rückhalterate nur sehr gering). Der Verkäufer schreibt im Internet im Zusammenhang mit Osmoseanlagen selbst zum Thema: Ist bei Aktivkohle-Filtern die Aufnahmekapazität erschöpft, “bluten” diese aus und geben alle zuvor gebundenen Schadstoffe wieder ans Wasser ab. Selbst wenn die vom Hersteller angegebene Laufzeit eingehalten wird, kann die Betriebszeit überschritten werden, denn diese hängt hauptsächlich vom Verschmutzungsgrad des Wassers ab. Genau so einen Aktivkohlefilter hat das System dieses Verkäufers! Sie haben also keine wirkliche Sicherheit mit so einem System. Wir kennen dieses Produkt sehr gut und haben es über längere Zeit getestet. Nicht wenigen Kunden war die Regeneration zu nervig und wurde deshalb nicht durchgeführt. Weiterhin verstopften häufig die Bakterienfilter aufgrund von Huminstoffen und Silikaten. Die Empfehlung, den Bakterienfilter einfach auszukochen, macht zwar die Poren wiesder frei, ob jedoch die volle Funkton danach unbeeinträchtigt ist, wird nicht überprüft. Unseren Kunden wollen wir eine einfache, sichere und konstant einwandfreie Wasserqualität liefernde Technik anbieten.

 

Beurteilen Sie anhand des Aktivkohlefilter Beispiels selbst die Glaubwürdigkeit dieser Aussagen.

 

Wer ein gutes funktionierendes Produkt hat, hat es doch normalerweise nicht nötig, seine Mitbewerber auf der Homepage in ein unsachliches falsches Licht zu stellen und pauschale z.T. nichtzutreffende Aussagen darzustellen, oder? Wer Ahnung hat, erkennt die Masche dieser Verkäufer: Andere in ein schlechtes Licht stellen, um mögliche eigene Mängel zu vertuschen.